Die Bestattung auf dem Friedhof bietet Ihnen einen festen Platz zum Trauern, auch lange nach dem Tod des Verstorbenen. Viele zurückgebliebene Angehörige nutzen den regelmäßigen Besuch der Grabstätte zur Trauerbewältigung. Sie können am Grab verweilen,  mit dem Verstorbenen sprechen,  von Erlebnissen erzählen,  Ängste und Sorgen, aber auch  schöne Erlebnisse teilen. Bei einer Bestattung auf dem Friedhof können Sie unter einer Vielzahl an unterschiedlichen Grabarten für Sargbestattungen (Erdbestattung) oder  Urnenbestattungen (Feuerbestattung)  wählen.

Nicht jeder Friedhof  kann Ihnen jede Grabart anbieten.

Unsere Toten sind nicht abwesend sondern nur unsichtbar. Sie schauen mit ihren Augen voller Licht in unsere Augen voller Trauer.

Augustinus

Bestattung im eigenen Grab

Bei einer Bestattung im eigenen Grab bestimmen Sie selber wie das Grab gestaltet werden soll. Entscheiden Sie sich für einen Grabstein oder eine Grabplatte und welche  Blumen Sie pflanzen.

Sie können das Grab  „persönlich“  gestalten,   z.B. mit kleinen Figuren oder den Lieblingsblumen des Verstorbenen.

Mit einem eigenen Grab haben Sie einen intimen Ort des Trauerns und können dem Verstorbenen, zum Beispiel bei der Grabpflege, nah sein.

Eine Bestattung im eigenen Grab  bedeutet  in den meisten Fällen eine Beisetzung in einem Familienwahlgrab, das nach Ablauf der Ruhezeit immer wieder verlängert werden kann.

Dieses ist evtl. schon seit Generationen im Familienbesitz oder wird von Ihnen für ihre Familie erworben.

Dabei kann es sich um ein reines Urnengrab oder um ein Erdgrab für eine Sargbestattung handeln. Auf diesem können  in den meisten Fällen auch mehrere Urnen beigesetzt werden.

Alternativ können Sie sich auch für eine Bestattung im eigenen Grab entscheiden, welches nach der Ruhezeit wieder abgegeben wird.

Direkt nach einer  Trauerfeier auf dem Friedhof gehen Sie gemeinsam den Weg  zur Grabstätte, um bei der Sargbestattung oder Urnenbestattung anwesend zu sein.

Eigene Urnengräber mit Bepflanzung

Bestattung im Gemeinschaftsgrab

Für eine Bestattung im Gemeinschaftsgrab wird Ihnen auf den meisten Friedhöfen nur eine Urnenbestattung (Feuerbestattung) und nur selten eine Sargbestattung ( Erdbestattung ) angeboten. Dabei wird der Verstorbene mit einer bestimmten Anzahl von weiteren, nicht miteinander verwandten Menschen  auf einem gemeinschaftlichen Areal beigesetzt. Hier hat Ihr Verstorbener  einen einzelnen Grabplatz. Die Gestaltung und Pflege wird  vom Friedhof übernommen. In den meisten Fällen gibt es ein gemeinschaftliches Grabmal, auf dem Ihr  Verstorbener  benannt wird. Mitgebrachte Blumen und  Blumenschmuck  von einer Trauerfeier können  an einer gekennzeichneten Stelle abgelegt werden.

Die Bestattung im Gemeinschaftsgrab wählen Sie:

  • Wenn Sie keine Grabpflege wollen.
  • Wenn Sie einen festen und bekannten Ort auf dem Friedhof aufsuchen wollen, an dem Sie ihrem Verstorbenen gedenken möchten.
  • Wenn Sie, Angehörige und Freunde, den Verstorbenen auf seinen letzten irdischen Weg , auch nach einer Trauerfeier, begleiten möchten.

Eine besondere Art der Bestattung im Gemeinschaftsgrab ist die Baumgrabstätte.

Urnengemeinschaftsgräber mit Friedhofsbepflanzung

Bestattung halbanonym

Ist die Bestattung halbanonym, handelt es sich um Urnen- oder Sarggrabstätten in einem mit Rasen oder Stauden gestalteten Areal. Meistens ist es ein eigener Grabplatz, auf dem für den hinterbliebenen Partner  eine 2. Stelle reserviert werden kann, um später einmal wieder vereint sein zu können.  Für diese Grabstelle ist es möglich, mit Hilfe eines Steinmetzes ein eigenes Grabmal  mit individueller Aufschrift  anfertigen zu lassen.

Dies ist der größte Unterschied zu einem Gemeinschaftsgrab.

 

Die Bestattung halbanonym wählen Sie:

  • Wenn Sie keine Grabpflege wollen.
  • Wenn Sie einen festen und bekannten Ort auf dem Friedhof aufsuchen wollen, an dem Sie ihrem Verstorbenen gedenken möchten.
  • Wenn Sie, Angehörige und Freunde, den Verstorbenen auf seinem letzten irdischen Weg , auch nach einer Trauerfeier, begleiten möchten.
  • Wenn Sie einen 2. Platz reservieren möchten.
  • Wenn Sie eine Verlängerung der Ruhezeit wünschen.

Bestattung in der Urnenwand

Die Bestattung in der Urnenwand bietet die Möglichkeit einer überirdischen Grabstätte auf dem Friedhof im Freien. Sie haben somit jederzeit Zugang und können Ihrem Verstorbenen gefühlt sehr nahe sein. Es gibt Sitzmöglichkeiten zum Verweilen und Gedenken.

Nach einer Trauerfeier mit Urne können Sie und die Trauergäste direkt im Anschluss an der Beisetzung teilnehmen.

Die Urne befindet sich in einer sog. Urnen-Nische, die dann nach der Bestattung  in der Urnenwand mit einer passenden Steinplatte abgedeckt wird. Diese wird mit den Daten des Verstorbenen beschriftet.

Für den Blumenschmuck gibt es gekennzeichnete Bereiche.

Bestattung im Kolumbarium

Die Bestattung im Kolumbarium  kann direkt nach einer Urnentrauerfeier stattfinden.

Ein Kolumbarium ist ein kleineres Gebäude oder Gewölbe, in dem die Urne Ihres Verstorbenen überirdisch beigesetzt werden kann.

Die Wände solcher Gebäude bestehen oft aus kleinen Kammern oder Nischen, in denen die Urnen stehen. Die Nische wird entweder mit einer individuellen Steinplatte oder einer Glasplatte verschlossen.

Diese überirdische Bestattung im Kolumbarium gibt Ihnen die einzigartige Gelegenheit, die Urne zu den Öffnungszeiten direkt zu sehen und speziellen Schmuck oder Beigaben mit in die Nische zu geben. Diese können auch verändert werden.

Durch die im Kolumbarium vorhandenen Sitzgelegenheiten können Sie geschützt an einem Ort der Ruhe bei den Verstorbenen verweilen. Hier können Sie sich auch mit Angehörigen bei einer besonderen Atmosphäre, zu Jahrestagen treffen und des Verstorbenen gedenken.

Schon zu Lebzeiten ist es möglich eine oder mehrere Nischen für eine Bestattung im Kolumbarium

zu erwerben. Auch eine Verlängerung der Ruhezeit ist möglich.

Baumbestattung

Auf vielen Friedhöfen ist auch eine Baumbestattung möglich. Dann bietet der Platz unter einem schönen Baum die letzte Ruhestätte für Ihren Verstorbenen.

Mit einer Baumbestattung auf dem Friedhof entscheiden Sie sich bewusst für einen Beisetzungsort  in der Natur. Hier, unter Bäumen, können Sie Trost inmitten der besonderen jahreszeitlichen Atmosphäre finden.

 

 

Unser Baum ist wie ein Freund. Ich spreche mit ihm und durch das Rauschen der Blätter spricht er zu mir.

Elfriede Sommer (Angehörige)

Den Platz für die Baumbestattung  suchen sich viele Menschen im Zusammenhang mit ihrer Bestattungsvorsorge schon zu Lebzeiten auf dem Friedhof aus. Dieses kann aber auch erst im Zusammenhang mit einer aktuell notwendigen Bestattung geschehen.

Auf Wunsch begleiten wir Sie hierbei.

Vor der eigentlichen Beisetzung  ist es für viele Trauernde schön, wenn eine Trauerfeier  mit der Urne die Zeremonie abrundet.  Wir bieten Ihnen eine Vielzahl an schön gestalteten Natur-Urnen an.

Zur Beisetzung der Urne in der Grabstelle an “ Ihrem Baum“  kann die Urne dann von Ihnen, anderen Angehörigen oder einer Person Ihrer Wahl getragen werden. Wir stehen hierfür natürlich auch zur Verfügung.

Baumbestattungen  werden auf immer mehr Friedhöfen angeboten. Es gibt entweder ein gemeinschaftliches  Grabmal oder einzelne Gedenkplatten mit den persönlichen Daten.

Dies wird auf jedem Friedhof bei einer Baumbestattung unterschiedlich gehandhabt.

Die Grabpflege und Gestaltung wird vom Friedhof übernommen.

Anonyme Bestattung

Viele entscheiden sich für eine Anonyme Bestattung, weil  das Argument „ Niemandem zur Last fallen zu wollen „ für sie zählt.

Hierzu gibt es aber heutzutage viele schönere und  kostengünstige  Alternativen.

Lassen Sie sich hierzu von uns beraten, denn eine Anonyme Bestattung kann später nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Die Anonyme Bestattung bedeutet, dass Sie nicht genau wissen werden, wo und auch nicht wann Ihr Verstorbener beigesetzt wird.

Auf den Friedhöfen findet die Anonyme Bestattung meist auf einer größeren Grünfläche statt.

Bei diesen Urnenbestattungen, seltener auch Sargbestattungen,  können Blumen am Rand der Grünfläche abgelegt werden.

Auf einigen Friedhöfen wird die Möglichkeit angeboten, eine Namenstafel  mit den Daten des Verstorbenen an einer Wand oder Stele zu erwerben. Einige Friedhöfe gestatten bei Anonymen Bestattungen sogar das Beisein der Angehörigen bei der Beisetzung. Somit ist dann aber die Anonymität nicht mehr gegeben und es handelt sich um eine Mischung mit einem Gemeinschaftsgrab.